... 14./15. Dezember 2010

 

Wohn- und Geschäftshaus wurde Raub eines Feuers

 

- Familie obdachlos geworden -

 


Beim Eintreffen der Wehren stand das Dachgeschoss bereits in Flammen

 

Harpstedt, 14.12.2010   Ein Wohn- und Geschäftshaus eines ortsbekannten Raumausstatters an der Mullstraße in Harpstedt ist in der Nacht zu Mittwoch ein Raub der Flammen geworden. Der 29-jährige Sohn, der sich bei Brandausbruch in dem Gebäude aufhielt, hatte das Feuer im Obergeschoss über der Werkstatt im Anbau als erster bemerkt und gegen 22.45 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Er konnte das Haus noch rechtzeitig und unversehrt verlassen.

Um den Flammen wirkungsvoll zu bekämpfen, rückten rund 90 Einsatzkräfte aus sechs Freiwillige Feuerwehren  (FF) mit insgesamt 15 Fahrzeugen an. Neben der FF Harpstedt waren auch die FF Groß Ippener, Beckeln, Prinzhöfte-Horstedt alarmiert worden. Von der FF Wildeshausen  wurden die DLK 23/12 u. das TLF 24/50 und von der FF Ganderkesee ebenfalls die DL 23/12 angefordert. Später kam auch noch der Gerätewagen "Atemschutz" der Kreisfeuerwehr hinzu. „Es war sehr schwierig, an die vom Feuer betroffene Dachkonstruktion heranzukommen“, berichtete Ortsbrandmeister Eric Hormann. „Es war sehr hilfreich, dass der Sohn des Hauses uns noch wichtige Hinweise zum Gebäude geben konnte, denn es ist dort in der Vergangenheit sehr oft saniert, erweitert und isoliert worden“, so Hormann.

Die enge Bebauung bereitete den Feuerwehren einige Schwierigkeiten um die Brandbekämpfung vorzunehmen. Hier erwiesen sich die Drehleitern aus Wildeshausen und Ganderkesee als überaus nützlich. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass das Feuer sich auf das Obergeschoss des Anbaus und anschließend auf den benachbarten Bereich der Obergeschosswohnung des Haupthauses ausbreitete. Das Löschwasser und der Rauch drangen auch bis in das Lederwarengeschäft im Erdgeschoss vor und richteten dort großen Schaden an.

Das Hausbesitzerehepaar war zum Brandzeitpunkt nicht zu Hause. Als sie eintrafen, mussten sie zu sehen, wie ihr Wohn- u. Geschäftshaus durch das Feuer zerstört wurde. „Einige persönliche Sachen konnte die Familie noch aus dem Haus retten“, berichtete der Ortsbrandmeister. Eine Nachbarsfamilie nahm die Bewohner in ihrem Haus auf.

Zu kämpfen hatten die Einsatzkräfte bei Minustemperaturen um 5-6 Grad mit schnell gefrierendem Löschwasser. Sämtliche beim Einsatz eingesetzten Leitern sowie die Dachkonstruktion waren innerhalb kürzester Zeit vom Löschwasser mit einer Eisschicht überzogen, die für eingesetzten Feuerwehrleute eine zusätzliche Unfallgefahr bildete.

Die Mullstraße und Teile der Burgstraße mussten gesperrt und der Bauhof der Samtgemeinde Harpstedt war mit einem LKW, beladen mit Salz, vor Ort. So konnten die vereisenden Straßenflächen sofort abgestreut werden. Die Löscharbeiten dauerten bis zum nächsten Morgen gegen 7.30 Uhr an. Zwischenzeitlich war auch noch ein Bagger angefordert worden, mit dem ein Dacherker abgebrochen wurde, um die äußerst schlecht zugänglichen Glutnester wirklich löschen zu können

Das alte, teils mit Fachwerkwänden erstellte Wohn- u. Geschäftshaus ist augenscheinlich sowohl auf Grund des Feuers als auch durch die Einwirkung des Rauches und des Löschwassers mit dem nachfolgenden Frost wirtschaftlich ein Totalschaden geworden.

 


Erstangriff im Anbau

 


Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Brand im Dachgeschoß des Haupthauses ausgebreitet

 


Die Wasserversorgung funktionierte trotz der niedrigen Temperaturen

 


Die Brandruine am nächsten Morgen

 


Die linke Haushälfte war dem Brand nicht so sehr ausgesetzt

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 12. Dezember 2010

 

Der Weihnachtsmann besuchte die Senioren
der Feuerwehr Harpstedt

 

- Weihnachtsfeier der Seniorenabteilung -

 

 

Harpstedt, 12.12.2010   Artig müssen die Feuerwehr-Senioren und ihre Partnerinnen im ablaufenden Jahr gewesen sein, denn zum Ende der Adventsfeier im Feuerwehrhaus mit 45 Gästen kam der Weihnachtsmann mit zwei großen mit Päckchen gefüllten Säcken. Er hatte sehr zu schleppen und schwitzte ordentlich. Doch bevor er die Päckchen an die Frau/ an den Mann brachte, mussten Gedichte aufgesagt oder gemeinsam Weihnachtslieder gesungen werden.

Nette unterhaltsame Geschichten wurden zuvor nach dem Kaffeetrinken und dem Verspeisen der selbstgebackenen Torten vorgelesen. Weihnachtslieder stimmte Werner Thomas als aktiver Sänger der Liedertafel an. Arnold Meyerholz zeigte sich als Sprecher der Feuerwehr-Senioren erfreut, dass so viele seiner Einladung gefolgt waren, um ein paar gemütliche Stunden in besinnlicher Stimmung zu verbringen. Er hielt auch einen kurzen, in Stichworten abgefassten Jahresrückblick auf die Aktivitäten der Senioren.

Es blieb aber auch Zeit genug, miteinander zu klönen. Stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf überbrachte die Grüße des Ortskommando und berichtete, dass am 2. Juli 2011 ein Ausflug der Feuerwehr stattfinden soll und am 18. September 2011 ein "Tag der offenen Tür" im Harpstedter Feuerwehrhaus angeboten werden soll. Am 3. September fährt die Wettbewerbsgruppe zum Landesentscheid nach Bockhorn, Lk. Friesland und viele Fans sollten mitfahren, um sie zu unterstützen.

 


45 Personen waren zur diesjährigen Weihnachtsfeier gekommen

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 9. Dezember 2010

 

81-Jähriger lebensgefährlich verletzt

 

- Zwei Fahrzeuge schrottreif -

 


Nach gut 90 Minuten konnte der schwer verletzte Fahrer aus seinem Fahrzeug befreit werden

 
 

Harpstedt, 09.12.2010   Hart arbeiten mussten 16 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt kurz vor Mittag nach einem Pkw-Frontalzusammenstoß auf der Delmenhorster Landstraße (L776) in Harpstedt, um einen lebensgefährlich verletzten und eingeklemmten BMW-Fahrer (81) aus dem Autowrack zu befreien. Der Wagen lag kopfüber im Graben. Der Fuß des Mannes steckte fest. Das linke Vorderrad ragte in den Innenraum des Fahrzeuges hinein. Erst wurden die zugänglichen Türen der rechten Fahrzeugseite entfernt. Behutsam richteten die Einsatzkräfte dann den BMW mit Hilfe eines Greifzuges auf, ehe sie mit hydraulischem Rettungsgerät die total deformierten Türen stückweise herausschnitten, das Dach abtrennten und sich in den Fußraum mit Hilfe des Spreizers und eines Hydraulikstempels vorarbeiteten. Nach gut 90 Minuten war der 81-Jährige soweit befreit, dass ihn der Rettungsdienst übernehmen konnte.

Nach weiterer Versorgung im Rettungswagen beförderte der Rettungshubschrauber Christoph 26 aus Sanderbusch ihn zu einer Oldenburger Klinik. Während der Rettungsarbeiten war der Fahrer im Fahrzeug notärztlich und rettungsdienstlich erstversorgt worden.

Zum Unfallhergang vermeldete die Polizei, dass eine 23-Jährige aus noch nicht abschließend geklärter Ursache auf der schneeglatten Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten sei. Ihr Kleinwagen prallte gegen den BMW des 81-Jährigen aus der Samtgemeinde Harpstedt, der mit seiner Ehefrau (79) in Richtung Groß Ippener unterwegs war. Der 3er-BMW wurde daraufhin von der Fahrbahn geschleudert, überschlug sich und kam schließlich stark deformiert auf dem Dach liegend im Straßengraben zum Stillstand. Ein Ersthelfer befreite die 79-Jährige, die schwer verletzt ins Wildeshauser Krankenhaus kam. Leichte Blessuren erlitt die 23-Jährige. Beide beteiligten Autos sind reif für die Schrottpresse.

Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme, zu der auch ein Gutachter herangezogen wurde, blieb die L 776 (bis 16 Uhr) voll gesperrt. Neben Feuerwehr und Hubschrauberbesatzung waren Notärzte aus Bassum, Ganderkesee und Wildeshausen, je ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes aus Harpstedt und Wildeshausen sowie des DRK aus Ganderkesee im Einsatz.

 


Das Fahrzeug der Unfallverursacherin

 


Der Rettungshubschrauber landet nahe der Unfallstelle

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 11. September 2010

 

Neues Löschgruppenfahrzeug offiziell in Dienst gestellt

 

- LF 20/16 hat sich seit Juni bereits bei Einsätzen bewährt -

 


Nach der offiziellen Indienststellung vor dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 v.l.n.r.:
Ortsbrandmeister Eric Hormann, Firmenvertreter Martin Minor, Vorstandsmitglied des Fördervereins Sebastian Meier, Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, Vorstandsmitglied des Fördervereins Stephan Bruns, Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf, stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf und kniend Vorstandsmitglied des Fördervereins Michael Kasch mit der neuen Motorkettensäge

 

Harpstedt    Als ein weiteres "Sahnestück" bezeichnete Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes das offiziell in Dienst gestellte Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 für die Stützpunktfeuerwehr Harpstedt am Samstagnachmittag vor dem Feuerwehrhaus. Das Fahrzeug ist die Ersatzbeschaffung für das vor vier Jahren auf einer Einsatzfahrt verunglückte Löschgruppenfahrzeug LF 8. Seinerzeit waren vier Einsatzkräfte verletzt worden. Am Fahrzeug und Teilen der Beladung entstand ein Totalschaden. Uwe Cordes führte im Beisein des Samtgemeindekommandos, der angetretenen Feuerwehrmitglieder, des Jugendspielmannszuges, einiger Samtgemeinderatsmitglieder, Kreisverbandsvorsitzenden Peter Sparkuhl und dem Regionalvertriebsleiter der Lieferfirma aus, die Annahme, dass das Löschgruppenfahrzeug LF 16 des Bundes anstelle des verunglückten LF 8 die Lücke schließen könnte, wurde nach vielen Gesprächen widerlegt. So entschloss sich der Samtgemeinderat nach vielen Beratungen Ende 2008 einen Teilbetrag von 120.000 EUR in den Haushalt 2009 mit der Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 100.000 EUR für 2010 einzustellen. Damit war der Weg frei, eine Ausschreibung für ein neues Löschgruppenfahrzeug durchzuführen. Die Auswahl fiel dann später auf das LF 20/16 der Firma IVECO Magirus. "Die Aufgaben und Ansprüche sind gewachsen. Wir brauchen eine "UNIVERSALFEUERWEHR", die pausenlos bereit ist, für den Nächsten einzutreten. Dafür ist modernes Equipment erforderlich und dafür haben wir (Samtgemeinde als Träger des Feuerschutzes) zu sorgen! Ich hoffe, dass die Arbeit mit dem neuen Fahrzeug leichter wird und mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte bringt", schloss der Samtgemeindebürgermeister.

Sowohl Firmenvertreter Martin Minor als auch Ortsbrandmeister Eric Hormann sprachen von einer außerordentlich guten Zusammenarbeit und dass die Wünsche der Feuerwehr verwirklicht werden konnten. Das LF 20/16 hat ein Gesamtgewicht von 14,5 Tonnen, einen 2.000-Liter-Tank, Platz für eine Tragkraftspritze TS 8/8 und die im Heck eingebaute Pumpe ist elektronisch zu steuern. Ein ausfahrbarer Lichtmast und die Umfeldbeleuchtung sorgen in der Nacht für einen sicheren Arbeitsbereich um das Fahrzeug. Dennoch fehlen Ausstattungsgegenstände, die noch nicht ersatzbeschafft werden konnten. So mussten die vier Atemschutzgeräte und die vierteilige Steckleiter vom Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 auf das neue Fahrzeug verlastet werden, weil das LF 20/16 immer als erstes Fahrzeug ausrücken wird. Um die Ausstattung komplett zu bekommen, ist weiterhin ein Hilfeleistungssatz notwendig.
 

Eric Hormann berichtete in seiner Dankesrede, dass sich das neue Fahrzeug bereits bewährt habe und zwar sowohl bei Löscheinsätzen als auch bei Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen. Er merkte weiter an, dass es die Nachbarn der Kleinen Eßmerstraße waren, die das Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 mit einem schönen Kranz schmückten.

Nachdem der überdimensionierte Schlüssel vom Herstellervertreter an den Samtgemeindebürgermeister, dann an den Gemeindebrandmeister und weiter an den Ortsbrandmeister gegangen war, reichte Eric Hormann diesen Schlüssel an die verantwortlichen Gerätewarte Jörg Löhmann und Thede Bokelmann weiter.

Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt, Stephan Bruns, Sebastian Meier und Michael Kasch überreichten eine Motorkettensäge und betonten, dass vom Förderverein keine Anschaffungen getätigt würden, die in die Aufgaben der Samtgemeinde Harpstedt fallen. Die Motorkettensäge war ein Wunsch der Harpstedter Feuerwehr, so Stephan Bruns.

Im Anschluss an die offizielle Fahrzeugübergabe schloss sich eine intensive Besichtigung des neuen Fahrzeuges an. Ortsbrandmeister Eric Hormann stellte insbesondere den Ratsmitgliedern die neue Technik vor.

 


Ortsbrandmeister Eric Hormann stellte den Samtgemeinderatsmitgliedern die Ausstattung und Technik des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 20/16 in allen Einzelheiten vor

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 7. September 2010

 

LKW stürzt auf Autobahn um

 

- Zum Glück nur zwei leicht Verletzte Personen-

- 16.000 Liter Bier eines Tankzuges vor dem Auslaufen gerettet ! -

 

 

Harpstedt/ BAB bei Gr. Mackenstedt.    Um 16.45 Uhr wurde die Feuerwehr Harpstedt mittels Melder und Sirene zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB bei Gr. Mackenstedt gerufen. Ein Fahrer eines Bierlastzuges verlor aus bislang noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug, so dass der LKW in den rechten Seitenraum geriet und die Leitplanke berührte. Beim Gegenlenken stürzte der LKW um und kollidierte dabei mit einem Audi, der sich gerade auf gleicher Höhe auf der Überholspur befand. LKW und PKW kamen schließlich quer auf den drei Fahrspuren der BAB zum Stillstand.  Der Tankauflieger wurde beschädigt, so dass ca. 500 Liter Bier auf die Fahrbahn liefen.

Der Fahrer des Audi sowie der LKW Fahrer hatte großes Glück im Unglück. Beide erlitten nur leichte Verletzungen und brauchten auch nicht mit schweren Gerät aus ihren Fahrzeugen befreit werden.

Die A1 war in Richtung Bremen für die Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis ca 22.00 Uhr voll gesperrt.

Die Feuerwehr Harpstedt war mit 22 Kameradinnen und Kameraden zum Einsatz ausgerückt. 12 von ihnen mussten für die Reinigungs- und Sicherungsarbeiten bis 22.00 Uhr im Einsatz bleiben. Die Anderen durften die Unfallstelle vorzeitig verlassen.

 


Der Fahrer dieses Fahrzeuges hatte einen "Schutzengel" - Er zog sich nur minimale Verletzungen zu

 


Die Feuerwehr Harpstedt brauchte keine Personenrettung durchführen,
wurde aber zur Reinigung der Unfallstelle benötigt

 


An dieser Stelle war der LKW nach rechts von der Fahrbahn abgekommen

 


Vorbereitung zur Bergung des Sattelzuges

 


16.00 Liter Bier sollen wieder auf die "Räder" kommen

 


Nach dem Aufrichten des Tankwagens wurde die Leckage mit Hilfe von Holzkeilen (Bildmitte)
durch die Feuerwehr Harpstedt verschlossen

 
Text und Bilder: Jürgen Wachendorf
 

 

... 5. September 2010

 

Bezirksentscheid in Ohne

- Harpstedt wird Bezirkssieger in der LF-Gruppe -

 


Pokalübergabe an Gruppenführer Bernd Fassauer durch die Polizeipräsidentin Heike Fischer

 

Ohne / Harpstedt.    Ihre kontinuierlichen Leistungen unterstrich einmal mehr die Wettbewerbsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt mit Gruppenführer Werner Fassauer beim Bezirksentscheid der Leistungswettbewerbe am Sonntag in Ohne, Landkreis Grafschaft Bentheim. In der Klasse der Löschgruppenfahrzeuge (LF) belegten die Harpstedter mit 403,25 Punkten den ersten Platz von 20 startenden Gruppen.

Trotz 10 Fehlerpunkten für einen nicht ordnungsgemäß ausgerollten B-Schlauch konnte sich das Team um Gruppenführer Bernd Fassauer gegen die Mitbewerber durchsetzten. Die Zeittakte der Harpstedter waren so schnell, dass sie zur zweitplazierten Gruppe (Bad Bentheim) mit einem Punktabstand von 6,45 Punkten siegten.

Mit ihrem ersten Platz haben sich die Harpstedter für den Landesentscheid 2011 am ersten Wochenende im September 2011 in Varrel / Bockhorn bei Wilhelmshaven qualifiziert.

 


Nach den "Check in" stellte sich die Gruppe zum Foto

 


Meldung beim Bahnleiter Peter Sparkuhl

 


Schlauch- und Wassertrupp bauen die Saugleitung auf

 


Nach einem langen, aber erfolgreichen Tag in Ohne konnte sich die Wettbewerbsgruppe
am Abend als Bezirkssieger zurückmelden

 


Ortsbrandmeister Eric Hormann und zahlreich erschienene Fans gratulierten der siegreichen Gruppe

 
Text und Bilder: Jürgen Wachendorf
 

 

... 29. August 2010

 

Kaminholzlager brannte

 


So fand die Einsatzleitung die Brandstelle vor. Auf der Terrasse brannten Stapelstühle und das Kaminholzlager zwischen Abstellraum und Wohnhaus

 

Harpstedt.    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, kurz nach 00.35 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Harpstedt sowohl über Funkmeldeempfänger als auch durch Sirenenalarm zu einem Löscheinsatz gerufen. Der Leitstelle HUNTE in Ganderkesee war ein Holzschuppenbrand unmittelbar am Wohngebäude am Großen Feldweg 25a in Harpstedt gemeldet worden. Aufgrund dieser Meldung wurde auch gleich die Freiwillige Feuerwehr Beckeln mit alarmiert, um die Harpstedter Einsatzkräfte unterstützen zu können.

Vor Ort stellte Einsatzleiter Eric Hormann fest, dass ein Kaminholzlager zwischen dem Abstellraum und der Giebelwand brannte und die Flammen bereits bis an das hölzerne Dachgesimse schlugen. Auf der Terrasse brannten in etwa 2m Abstand auch Plastikstapelstühle. Vom Löschgruppen-
fahrzeug 20/16 wurde mit eine B/C-Druckleitung die Brandbekämpfung aufgenommen. Mit nur wenigen Wasserstößen waren die Flammen gelöscht und die Gefahr des Übergreifens auf das Dachgesimse verhindert.

Von der Brandortrückseite wurde über das Nachbargrundstück "Am Moorlandsweg" eine weitere C-Rohr-Leitung vom Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aufgebaut und ein Löschangriff vorgenommen. Die Einsatzkräfte aus Beckeln mussten zwar keine weiteren Löscharbeiten vornehmen, räumten jedoch den Abstellraum aus und leuchteten die Einsatzstelle mittels Flutlichtscheinwerfern aus.

Die beiden Feuerwehren Beckeln und Harpstedt waren mit sechs Einsatzfahrzeugen und über 30 Einsatzkräften vor Ort. Die Straße "Großer Feldweg" war während des Einsatzes voll gesperrt. Die Polizei nahm die Brandermittlung auf.

Vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer hatten die Flammen bemerkt und die schlafenden Bewohner durch Sturmklingeln geweckt. Mit einem Kind und zwei Hunden verließ das Ehepaar das Wohnhaus. Der Ehemann unternahm Löschversuche und verletzte sich dabei, so dass er vom Rettungsdienst versorgt werden musste.

 


Nach dem Löschen des Feuers

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 26. August 2010

 

Verkehrsunfall auf der L 338 in Harpstedt

 


Das abgetrennte Dach des Polos wird abgehoben, um die Rettung
des Verletzten Patientenschonend vornehmen zu können

 

Harpstedt. Von einem überholenden Fahrzeug wurde ein DRK-Pflegedienstmitarbeiter in seinen POLO- Dienstwagen beim Abbiegen in eine Grundstückseinfahrt von der Wildeshauser Straße
(L 338) über den Fahrradweg in den Straßengraben katapultiert. Der POLO- Fahrer konnte wegen der verzogenen Karosserie nicht aus dem Fahrzeug gerettet werden. Daher wurde die Freiwillige Feuerwehr Harpstedt alarmiert, die mit Rüstwagen, Tanklöschfahrzeug und Löschgruppenfahrzeug und 18 Einsatzkräften anrückten. Für die Patientenschonende Rettung wurde das Unfallfahrzeug stabilisiert. Nachdem der Malteser Hilfsdienst und der Notarzt aus Wildeshausen den Verletzten versorgt hatten, wurde die Frontscheibe aufgeschnitten, die Holme mit hydraulischem Rettungsgerät durchtrennt und das Dach abgehoben. Die Rettung des Verletzten aus dem nun zugänglichen Fahrzeugwrack nahmen die Rettungs- und Feuerwehrkräfte dann vor.

Die Leitung des Feuerwehreinsatzes hatte Ortsbrandmeister Eric Hormann. Die Landesstraße war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen voll gesperrt. Ortskundige umfuhren die Unfallstelle auf Schleichwegen.

 


Ortsbrandmeister Eric Hormann entfernt die Airbagsicherung am Lenkrad. Diese Sicherung wird angebracht, damit dem Verletzten und den Helfern kein Schaden durch einen bei den Rettungsarbeiten ausgelöster Airbag zu gefügt werden kann

 
Text und Bilder: Harro Hartmann
 

 

... 21. August 2010

 

Samtgemeindefeuerwehrtag in Harpstedt

 


Im einem ersten Zeittakt gilt es die Saugleitung möglichst schnell zu Wasser zu bringen. Das Kuppeln der vier Saugschläuche und das Anbringen der Leinen (Bild) erfordert, dass jeder Handgriff auf Anhieb sitzt. Jeder Fehlgriff bedeutet einen Zeitverlust.

 

Harpstedt.         Einmal mehr gelang es der Wettbewerbsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt, sich gegen den Mitbewerber um den Samtgemeindepokal durchzusetzen. Stellv. Gemeindebrandmeister Frank Bollhorst, Beckeln, konnte aus verschiedenen Gründen nur zwei Leistungswettbewerbsgruppen und drei Gruppe der "Senioren-Wettbewerbe" auf dem Mehrzweckplatz am Freibad in Harpstedt begrüßen. Dafür waren aber zahlreiche Gäste mit stellv. Samtgemeindebürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann, Colnrade, gekommen, sich über den Leistungsstand der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Harpstedt zu überzeugen.

Unter den objektiven Blicken des Schiedsrichterteams der Freiwilligen Feuerwehr Hude, angeführt von Rainer Rump, starteten dann abwechselnd die Leistungs- und Seniorengruppen zu ihren Wettbewerb. Die Harpstedter "Seniorengruppe" mit Gruppenführer Jürgen Wachendorf zeigte, wie es gemacht werden musste. Ging es doch darum möglichst schnell einen Löschangriff mit drei Rohren vorzutragen und die Zielklappen abzuspritzen. Der Angriffstrupp musste beim Auskegeln ihrer beiden C-Rollschläuche Wasserflaschen umkegeln, bevor sie ihre Schlauchleitung vom Verteiler zur Ziellinie verlegen konnten. Bei den "Senioren" ging es nicht nur um die Schnelligkeit, sondern auch um das Gesamtalter der neunköpfigen Gruppe. Mindestens 380 Jahre mussten nachgewiesen werden.

Bevor die Leistungsgruppen Beckeln und Harpstedt an den Start gehen durften, nahm das Schiedsrichterteam eine Auslosung der Aufgaben der Gruppenmitglieder vor. Damit wird verhindert, dass Gruppenmitglieder mit speziellen Fähigkeiten für eine entsprechende Tätigkeit eingesetzt wird. Mit Ausnahme von Gruppenführer und Maschinist muss jedes Feuerwehrmitglied jede Aufgabe in der Gruppe beherrschen. Nach der Auslosung gab es noch eine kurze Verschnaufpause, damit sich jeder auf seine bevorstehende Aufgabe konzentrieren konnte. Verschiedene Zeittakte der einzelnen Aufgabenbereiche machten später eine detaillierte Auswertung erforderlich. Fehler durften auf keinen Fall gemacht werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren Klein Henstedt und Colnrade starteten nur mit einer "Seniorengruppe", weil es aus personellen Gründen und verschiedener anderer Veranstaltungen nicht möglich war, die Leistungsgruppe einzusetzen. Ähnlich erging es den Freiwilligen Feuerwehren Groß Ippener, Kirch- u. Klosterseelte und Prinzhöfte-Horstedt.  Da in diesem Jahr kein Kreisfeuerwehrtag mit  Kreisentscheid stattfindet war auch der "Druck" nicht so groß, eine Leistungswettbewerbsgruppe stellen zu müssen. Die Teilnehmer für den Regionalentscheid am 5. Sept. in Ohne, Lk Grafschaft Bentheim, stehen mit Beckeln, Groß Ippener und Harpstedt schon fest.

Während der Siegerehrung berichtete stellv. Gemeindebrandmeister Frank Bollhorst von weiteren Gästen wie Kreisbrandmeister Andreas Tangemann und sein Stellvertreter Gerd Wiechmann, Kreisverbandsvorsitzenden Peter Sparkuhl und verschiedene Ratsmitglieder aus der Samtgemeinde Harpstedt und Feuerwehrkameraden aus Twistringen, die sich vom Leistungsstand der angetretenen Gruppen überzeugten. Stellv. Samtgemeindebürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann überreichte dann die Urkunden und Preise, nachdem Frank Bollhorst die Ergebnisse verkündet hatte.

In der Klasse der "Senioren" siegte Harpstedt vor Klein Henstedt und Colnrade. Den Samtgemeindepokal verteidigte die Harpstedter Gruppe vor Beckeln.
 


Auch in diesem Jahr blieb der Samtgemeindepokal bei der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt. Gruppenführer Bernd Fassauer (l.) freute sich darüber. Rechts Gruppenführerin Sarah Freese (r.) , Beckeln, musste sich mit dem 2. Platz begnügen. Die Siegerehrung nahmen Stellv. Gemeindebrandmeister Frank Bollhorst (2.v.l.) und stellv. Samtgemeindebürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann (2.v.r.) vor.

 


Die Sieger des "Seniorenwettbewerbs" v.l.n.r.: Freiwillige Feuerwehr Harpstedt - 1. Platz mit Altersdurchschnitt von 46 Jahren und 67,26 Sek., Freiwillige Feuerwehr Klein Henstedt - 2. Platz mit Altersdurchschnitt von 45 Jahren und 79,07 Sek. und Freiwillige Feuerwehr Colnrade mit Altersdurchschnitt von 43 Jahren und 103,30 Sek..
Stellv. Samtgemeindebürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann, Colnrade, überreichte die Urkunden und Präsente.

 


Die Zuschauer hören der Eröffnungsrede zu !

 

Text und Bilder: Harro Hartmann

 

 

... 7. August 2010

 

Brand einer Strohballenpresse in Mahlstedt am Salzweg

 

 

Mahlstedt.         Auf einem zwei Hektar großen abgeernteten Getreidefeld am Salzweg in Mahlstedt, Samtgemeinde Harpstedt, brannten Quaderballen. Ausgelöst war das Feuer durch einen technischen Defekt in der großen Quaderballenpresse mit der das Stroh aufgepresst wurde. Beim Versuch das Feuer in der Presse zu löschen, zog sich der Fahrer vermutlich eine Rauchgasvergiftung zu. Mit dem Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes Harpstedt wurde er vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Die beiden alarmierten Freiwilligen Feuerwehren Harpstedt und Wildeshausen rückten mit ihren Fahrzeugen und über 70 Einsatzkräften an. Mittels der wasserführenden Fahrzeuge wurden die Löscharbeiten an der Strohballenpresse und den Strohballen aufgenommen. Mit dem Monitor auf dem Dach des Tanklöschfahrzeuges Wildeshausen wurden großflächige Löscharbeiten ausgeführt. Als die ersten Löschfahrzeuge eintrafen war ein aufmerksamer Landwirt bereits mit seinem Trecker, ausgestattet mit Grubber und Packer, um die brennende Fläche gefahren und hat so erfolgreich verhindert, dass sich das Feuer weiter ausbreiten konnte.

Nach Einschätzung der vor Ort ermittelnden Polizeibeamten wird der Schaden an der Presse und des verbrannten Strohs auf mind. 10.000 EUR geschätzt.

 

Text und Bilder: Harro Hartmann

 

 

... vom 29. Juli bis 3. August 2010

 

Partnerschaftsaustausch mit der Feuerwehr und dem "Orchestre de la Vègre" in Loué

 

    
Bevor der DHE-Reisebus geentert werden konnte, versammelte sich die Gruppe auf Wunsch von stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf (r.) im Feuerwehrhaus. Zum Einen wurde das Präsent für die Louéser Feuerwehr signiert und zum Anderen gab es eine interne Ehrung. Fünf des diesjährigen Austausches waren auch schon vor 40 Jahren beim ersten Besuch in Loué dabei. Damals war es der Jugendspielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, der die dann folgenden Partnerschaftsaustausche begann. Friedel Horstmann, Heinz Wolle, Elke Wachendorf, Alfred Klinke und Manfred Bramkamp bekamen ein kleines Erinnerungspräsent überreicht. Links Arnold Meyerholz, der die Ehrung mit organisiert hatte.

 
 

Anreise und Empfang

Pünktlich verließ der Bus am Mittwochabend letzter Woche mit 41 Reisenden Harpstedt in Richtung Loué. Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt und des Jugendspielmannszuges waren aufgebrochen, um in der Partnerstadt die befreundete Feuerwehr und den Musikverein „Orchestre de la Vègre“ zu besuchen. Die Einladung war während der Jubiläumsfeier im letzten Jahr ausgesprochen worden.

Zu Beginn der Busfahrt ging es doch recht lebhaft zu, doch in den Morgenstunden waren die meisten Reisenden eingenickt. Gegen 8.00 Uhr war Paris bei verhältnismäßig wenig Verkehr schnell passiert. Dennoch konnte die geplante Ankunftszeit wegen der erforderlichen Pausen nicht ganz eingehalten werden. So wurden die Harpstedter bereits beim Centre Culturel von einer großen Gastgeberschar erwartet. Nach der persönlichen, ganz besonderen herzlichen Begrüßung erfolgte im Centre Culturel durch den Bürgermeistervertreter Yannick Estéve. Er hieß die Gäste aus Harpstedt willkommen und wünschte einen schönen Aufenthalt und viel Spaß bei dem vorbereiteten Programm. Den Jugendspielmannszug hieß der Präsident des Orchesters Jacky Bassereau willkommen und die Feuerwehrmitglieder wurden vom Leiter der Louéser Feuerwehr Toni Mercier begrüßt. Noch vor der Quartierverteilung wurde das obligatorische Gruppenfoto gemacht.

Nur kurz war die anschließende Mittagspause. Das Besuchsprogramm begann am Nachmittag mit dem Besuch eines Steinbruchs in Saint Denis d´Orques. Sowohl die französischen Gastgeber als auch die Harpstedter konnten sich von der Größe des Steinbruches einen Eindruck verschaffen. Heute werden jährlich über eine Million Tonnen Steine gebrochen und zu Schotter verschiedener Qualität aufgearbeitet. Noch fast dreißig Jahre darf der Steinbruch betrieben werden. Entsprechend sind neue Brecher- und Verteileranlagen erstellt worden, wie Steinbruchchef Loic Rouland und Qualitätsprüferin Christelle Corbes bei der Führung erläuterten.

Am frühen Abend übten das Orchestre de la Vègre und der Jugendspielmannszug Harpstedt gemeinsam im Kulturzentrum für die bevorstehenden Auftritte.

 


Zum obligatorischen Gruppenfoto trafen sich die Gastgeber aus Loué und die Gäste aus Harpstedt auf den Stufen zum Kulturzentrum. Danach wurden die Quartiere verteilt

 
 
 

Kekse und alte Autos

Freitagvormittag wurde eine Busfahrt nach Sablé sur Sarthe unternommen, um die dortige Keksfabrik bei einer informativen Führung kennen zu lernen und die Produkte zu kosten. Auf der Rückfahrt wurde für die Gäste aus Harpstedt noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Sablé organisiert.

Dem Mittagsessen in den Familien mit sehr kurzer Pause folgte eine weitere Busfahrt nach Le Mans zum Automuseum. Im Museum, das an der Rennstrecke des 24-Stundenrennens von Le Mans liegt, konnte in aller Ruhe die Geschichte des französischen Automobils und des Rennsports "studiert" werden. Die Rückfahrt führte dann über einen Großteil der Rennstrecke, dann durch die Stadt Arnage, der Partnerstadt von Hude. Das spätere Grillen und fröhliche Beisammensein bei Musik und Tanz rundete den Tag ab.

 
 
 

Wanderrallye in Loué

Eine ganz hervorragende vorbereitete Rallye zu Fuß in mehr oder weniger großen Gruppen (Gastgeberfamilie mit Harpstedter Gästen) wurde am Samstag bei hochsommerlichen Temperaturen in aller Gemütlichkeit unternommen. Auf der Strecke vom Sportzentrum zum Picknick- und Freizeitplatz Prés Marais an dem Bach "le Vègre" mussten zahlreiche Punkte anhand von Bildausschnitten gefunden und Fragen beantwortet werden. Zur Auflockerung galt es auch noch Geschicklichkeitsspiele zu bewältigen. Um die Mittagszeit wurde das Picknick genossen und den Beinen eine kleine Erholungspause gegönnt, bevor der "Rückmarsch" zum Feuerwehrhaus angetreten wurde. Weitere Dinge galt es zu suchen und Fragen zu Musik und Feuerwehr mussten beantwortet werden. Nach Besichtigung des im Ausbau befindlichen Feuerwehrhauses genossen alle Teilnehmer den Schatten und einen Aperitif.

 


Auch die drei vom Flecken Harpstedt gestifteten Eichen an der "Rue d´Harpstedt"
waren ein Anlaufpunkt der Rallye durch Loué

 
 
 

Platzkonzert vor dem Rathaus

Am frühen Abend zogen das Orchestre de la Vègre und der Jugendspielmannszug Harpstedt mit klingendem Spiel vom Kulturzentrum zum Platz vor dem Rathaus. Hier gab es ein kleines Platzkonzert. Beide Orchester stellten sich im Alleinspiel, aber auch mit gemeinsamen Musikstücken eindrucksvoll vor und ernteten reichlich Beifall von der großen Zuhörerschar. Viele bekannte Gesichter bekamen die Harpstedter zu sehen und entsprechend herzlich waren die Begrüßungen.

 


Das Platzkonzert gegenüber dem Rathaus (Hintergrund links) von Loué fand großen Anklang.
Links das "Orchestré de Végre" mit ihren neuen T-Shirts

 
 
 

Weinkellerei, "Steine und Lichter" und Champignons

Schon am frühen Sonntagmorgen wurden die Busse wieder bestiegen und die obligatorische Tagesfahrt in die Umgebung von Saumur de la Loire wurde angetreten. Der Weinbauernhof "Domaine Lavigne" in Varrains war das erste Ziel. Pascale und Antoine Lavigne-Veron (Antoine ist früher Orchestermitglied in Loué gewesen) stellten den 37 Hektar großen Weinbauernhof vor. Natürlich wurden nach der Führung durch die alten Weinkeller und der modernen Weinkellerei später Weine verkostet.

 

Nach dem Mittagessen mit "Fouées", einer Brotspezialität, in einem "Grotten-Restaurant" wurde eine Pilzzucht in einem sogenannten "Champignonkeller" besichtigt. Große, aber niedrige Kellergewölbe waren über Jahrzehnte in den Sandstein geschlagen worden. Die Steine wurden zum Häuserbau verwendet. Heute werden viele Sorten Pilze tonnenweise gezüchtet. Die gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Gewölben ermöglichen dies ohne Klimatechnik.


Aufgang zum Pilzmuseum

Ein anderes Gewölbe dient heute der Ausstellung "Pierre et Lumiére". Während der Führung erfuhren die Gäste, dass die Kunstwerke überwiegend in dem Gewölbe aus den Sandsteinwänden herausgearbeitet wurden. Der Künstler, ein Autodidakt, hat die Werke (Kirchenbauwerke, Stadtansichten und Schlösser umliegender Orte) in mehr oder weniger kurzer Arbeitszeit erstellt. Die Arbeiten sind so detailgetreu ausgeführt, dass selbst Personen und Tiere dargestellt sind.


Hier werden die Arbeitsabläufe zur Herstellung einer Skulptur gezeigt

Beeindruckt wurde später ein herrliches Abendessen in einem Restaurant in Saumur genossen. Gegen Mitternacht wurde Loué wieder erreicht und die Quartiere aufgesucht.

 
 
 

Imkerei und Wassermühle

In Fahrgemeinschaften wurde am Montag nochmals auf Entdeckertour gegangen. Zuerst wurde eine Imkerei aufgesucht. In einem Vortrag wurde sowohl den Gastgebern als auch den Harpstedter Gästen die Bienenzucht und Honiggewinnung näher gebracht. Nach einer kleinen Honigverkostung ging die Autofahrt zum Grillplatz "Grottes et Canyon" zum Picknick. Am Nachmittag wurde dann noch eine alte Wassermühle besichtigt und während einer umfangreichen Führung die Funktionsfähigkeit der Wassermühle demonstriert und dabei der Weg des Korn zum Mehl anschaulich beschrieben.


Blick in den Vortragsraum der Imkerei

 


Diese Wassermühle wurde besichtigt

 
 
 

Abschiedsabend und Rückfahrt

Trotz erkennbarer Erschöpfungserscheinungen wurde am gleichen Abend zum Abschiedsfest im Centre Culturel gerüstet. Auftakt war ein sehr schönes Konzert der beiden Musikgruppen aus Loué und Harpstedt. Das anwesende Publikum war begeistert und so mussten Zugaben gespielt wurden. Das Abendessen zog sich in die Länge, weil die Sapeurs Pompiers de Loué (Feuerwehr Loué) zu einem Löscheinsatz gerufen wurden. Ein kleiner Strohwagenbrand hatte sich zu einem großen Flächenbrand entwickelt. Entsprechend zog sich der Einsatz hin. Der Leiter der Louéser Feuerwehr Toni Mercier zog sich vom Einsatz zurück, so dass dann doch noch die Gastgeschenke überreicht werden konnten.

Stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf dankte für die überaus herzliche Aufnahme und das informative Besuchsprogramm mit der tollen Rallye in der Stadt Loué. Dafür hatte es in der Zwischenzeit auch Preise gegeben. Wiebke Wachendorf, die auch als Dolmetscherin aktiv war, erhielt den Pokal der Siegergruppe und darf in zwei Jahren in Harpstedt etwas Ähnliches organisieren.

Toni Mercier konnte dann den von allen Harpstedter Austauschteilnehmern signierten Stehtisch, Gläser und ein Bierfässchen entgegennehmen. "Wir haben vor vier Jahren einen gleichen Tisch mitgebracht. Damit fast alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden daran stehen können, haben wir jetzt einen zweiten Tisch mitgebracht;" erklärte Jürgen Wachendorf das Präsent. Im Auftrag des Jugendspielmannszuges Harpstedt überreichten Kerstin Wolle und Maik Bitter ein Fotoalbum mit einem Querschnitt von Bildern der Austauschveranstaltungen in den letzten 39 Jahren. Darüber freute sich nicht nur Jacky Basserreau als Präsident des Orchesters. Zeigt doch das Album die Entwicklung der Freundschaft und Verbundenheit zwischen den Louéser und Harpstedter Musikern. Sowohl Jürgen Wachendorf als auch Maik Bitter sprachen eine Einladung nach Harpstedt für das Jahr 2012 vom 23. bis zum 28. August aus.

Nach teilweise kurzer Nacht, Teilnehmer der Austauschveranstaltungen kennen die Gepflogenheiten, fiel der Abschied am Dienstagmorgen allen ganz besonders schwer. So manche Träne floss sowohl bei den Gastgebern als auch bei den Abreisenden. Doch pünktlich startete der DHE-Reisebus mit Fahrer Klaus Meyer aus Ganderkesee, sowie als Ablösefahrer Peter Sparkuhl. Wohlbehalten kam die Reisegesellschaft gegen 22.30 Uhr wieder beim Harpstedter Feuerwehrhaus an.

 


Stellv. Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf (r.) hat das Gastgeschenk an Toni Mercier (2.v.r.), dem Leiter der Sapeurs Pompiers de Loué überreicht

 


Dicht umlagert war das von Wiebke Wachendorf zusammengestellte Fotoalbum sowohl von den Gastgebern
als auch von den Gästen, die die Zusammenstellung auch nicht vorher zu sehen bekamen

 
 

Text : Harro Hartmann   Bilder: Harro Hartmann und Jürgen Wachendorf

 

 

... vom 27. Juli 2010

 

Nach der Übung ist vor dem Einsatz ...

 


Sehr realistisch nach einem echten Brandeinsatz sah es während der Übung im
und am unbewohnten Gemeindehaus "Zur Wendstädt" aus.

 

Harpstedt , 27.07.10   Sehr realistisch sah es doch schon aus, als die Harpstedter Feuerwehr beim Übungsobjekt "Zur Wendstädt 2" eintraf. Heller Rauch stieg aus verschiedenen Öffnungen auf. Hinter den Fenster war nur Rauch zu erkennen. Während sich die Atemschutzgerätträger einsatzbereit machten, wurde von weiteren Einsatzkräften die Löschwasserversorgung aufgebaut. Unter Vornahme eines unter Wasser stehenden C-Strahlrohres wurde durch die Haustür des seit längerer Zeit unbewohnten Gemeindehauses vorgegangen. Der vorrangige Auftrag hieß "Menschenrettung", denn es wurde eine Person im Hause vermisst. Während die Suche im Haus begann, in dem die Hand nicht vor Augen zu erkennen war, weil es total stark vernebelt worden war, wurde mittels des Schlauchwagens die Löschwasserversorgung vom Hydranten bei DRK-Kindergarten zum Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 verlegt und von diesem weiter zum neuen Löschgruppenfahrzeug LF 20/16 aufgebaut. Mit weiteren C-Rohren wurden Löscharbeiten von Trupps von außen vorgenommen. Zwischenzeitlich hatte ein weiterer Atemschutzgerätträgertrupp das Gebäude betreten, um die Räume im Obergeschoss zu kontrollieren. Giebelfenster und Dachfenster wurden geöffnet, damit der Rauch abziehen konnte. Mit dem Überdruckbelüfter vor der Eingangstür wurde für den nötigen Überdruck im Haus gesorgt, damit der Rauch gezielt durch die geöffneten Fenster entweichen konnte. Zwischenzeitlich war auch der Übungsdummy gefunden und ins Freie gebracht worden.

Vor Ort hatte Gruppenführer Malte Kasch das Sagen und leitete den "Einsatz" für den verhinderten Ortsbrandmeister Eric Hormann und seinen Vertreter Jürgen Wachendorf. Er wurde vom früheren Ortsbrandmeister Rolf Ranke unterstützt. Insgesamt nahmen 36 Männer und Frauen der Harpstedter Feuerwehr mit allen sechs Fahrzeugen teil.



Dichter Rauch schlug dem zuerst vorgehenden Angriffstrupp,
der mit Atemschutzgeräten ausgestattet war,
entgegen, als die Haustür geöffnet wurde.

Text und Bilder: Harro Hartmann

 

 

... vom 13. Juli 2010

 

Mähdrescher löst kleinen Flächenbrand aus


Die Brandfläche nach den Löscharbeiten

 

Harpstedt / Gr. Köhren   Vermutlich durch einen Kurzschluss in der Elektrik eines Mähdreschers kam es gegen 17.00 Uhr in der Gemarkung Groß Köhren zu einen Funkenflug, der einen kleinen Flächenbrand auslöste. Durch die schnelle Alarmierung der Feuerwehren Beckeln und Harpstedt konnte das Feuer innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Da zum Brandzeitpunkt fast Windstille herrschte, konnte sich das Feuer auch nicht schnell ausbreiten. Die zusätzlich alarmierte Wehr aus Colnrade konnte die Einsatzfahrt abbrechen.

Am Mähdrescher war nur ein geringer Schaden zu verzeichnen. Durch den Brand wurde nur frisch gedroschenes Stroh vernichtet. Die Brandfläche war ungefähr so groß wie einen halbes Fußballfeld.

Die Harpstedter Wehr war von 17.00 Uhr bis 18.15 Uhr im Einsatz.

 


Am Mähdrescher war kein Brandschaden festzustellen

 
Text und Bilder: Jürgen Wachendorf
 

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