Die Theateraufführung beim Feuerwehrball am 28.10.2000



Beifall auf offener Szene


Harpstedt, den 28. Oktober 2000

Tosenden Applaus und schallendes Lachen begleiteten die Akteure auf der Bühne im Koemssaal während der Aufführung des Zweiakters "Paul un seine Kusine". Das von der Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt zum Auftakt des alljährlichen Feuerwehrballes aufgeführte Stück fand begeisterte Zuschauer im gut besetzten Saal. Spielleiter Heinrich Sudmann gab mit einem zünftigen Witz den richtigen Einstieg in das heitere Stück.

Am Schluss gab es ein Happy End zwischen Minna (Roswitha Müller) und Paul (Jürgen Steppath)


Im Mittelpunkt steht der als "Schürzenjäger" verschriehene Sohn Paul, gespielt von Jürgen Steppart. Seine Mutter Amanda (Ingrid Hellbusch), Ehefrau vom Bäckermeister Gehrmann (Herbert Kattau), will dem Treiben ihres Sohnes ein Ende setzen und ihn zur Heirat zwingen. Minna, die Dienstmagd im Hause Gehrmann (Roswitha Müller) schwärmt heimlich für den Sohn des Hauses und himmelt das Bild von Paul an und drückt es an die Lippen. Beobachtet wird sie dabei von Bäckerlehrling Willem (Isabell Jarren), der später auch noch Amor spielt. Amanda hat sich dann auf den Weg zu ihrer Schwester Rieke (Bärbel Ahrens) aufgemacht und mit ihr abgesprochen, dass die Kusine Klara (Ilka Hellbusch) ihren Sohn Paul heiraten soll. Amanda macht das ihrer Familie nach der Rückkehr und besonders ihrem Sohn Paul klar mit der Drohung, er werde sonst vor die Tür gesetzt. Paul bringt nach dem Donnerwetter seiner Mutter seinen Wunsch vor, nun doch das Bäckerhandwerk zu erlernen und verspricht, sich zu ändern. Klara und Paul sollen sich dann auch "beschnuppern" und werden allein in der Wohnstube zurückgelassen. Da werden die beiden sich dann auch schnell einig und verloben sich, aber mit dem Versprechen sich nicht zu heiraten, denn vier Wochen könne viel passieren. Klara hat nämlich ein Auge auf den Bäckergesellen Hans Schnieder (Heiner Hannekum) geworfen und mag ihm sehr gut leiden. Dies ist einem Gespräch der beiden zu entnehmen. Doch der Geselle Hans ist sehr, sehr schüchtern, was Klara missfällt. Während Mutter Amanda bei ihrer Schwester war, setzte Dienstmagd Minna den Sohn des Hauses "auf´n Pott", nachdem dieser nach durchzechter Nacht vom Bürodienst in der Stube erschien. Sie hielt Paul sein leichtsinniges Leben vor und legte ihm ihre Auffassung vom Leben dar. Paul sah dann auch ein, dass Minna recht hat. Bäckermeister Gehrmann wurde auch noch von seinem Sohn Paul über sein Leben vor der Ehe und der Heirat mit Amanda ausgefragt. Erkannt wird, dass Gehrmann nicht ganz viel bei seiner Amanda zu sagen hat. Sie gibt den Ton und die Richtung in der Familien und Bäckerei an. Vier Wochen später, Paul erlernt schon das Bäckerhandwerk bei seinem Vater und beichtet ihm seinem Geheimnis um die Heirat. Mutter Amanda kommt dahinter, dass sich Klara und Geselle Hans sich gut verstehen und keift was das Zeug hält mit ihrer Schwester Rieke. Klara aber schwärmt immer noch vom schüchternen Bäckergesellen, wie dieser von "seiner" Klara, die aber ja mit dem Sohn das Hauses verlobt ist. Hans will nach Hause und die Bäckerei seines Vaters übernehmen. Paul und Klara schmiedeten den weitere Schlachtplan, wie sie beide aus der Zwickmühle herauskommen. Paul ist sich nämlich mit Minna einig geworden, nachdem Bäckerlehrling. Nur - wie bringen wir es der Mutter Amanda bei? Tja - wie, dass erfuhr das begeisterte Publikum auf dem Koemssaal dann auch bald. Am Ende lagen sich Paul und Minna und Klara und Hans glücklich in den Armen.

Nach der Aufführung überreichte Rolf Ranke Blumensträuße an die Damen, während die Herren jeweils eine Flasche "Medizin" erhielten


Mehrere Vorhänge gab es am Ende der Aufführung bei tosendem Beifall. Die Damen erhielten aus der Hand von Ortsbrandmeister Rolf Ranke, der schon eingangs die Gäste, besonders Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Bürgermeister Alfred Pergande, Kreisbrandmeister a.D. Günter Rohdenburg und Gemeindebrandmeister Arnold Meyerholz mit ihren Frauen, begrüßt hatte, die von der Gärtnerei Knolle gestifteten Blumensträuße, während die Herren jeweils eine Flasche "Medizin" erhielten. Eingeladen wurden die Theatergruppe auch noch vom Landhaus Dünsen zu einem Essen. Das Theaterstück kann während eines Kaffeenachmittags auf dem Koemssaal am 12. November 2000 und am 14. Januar 2001 vom der Neerstedter Bühne in Neerstedt besucht werden. Bei guter Musik der Kapelle "Cheers" wurde anschließend das Tanzbein geschwungen.

Lautes Lachen und tosenden Beifall gab es für die Akteure auf der Bühne oftmals auch während der offenen Szene



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Text und Bilder: Harro Hartmann


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